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ÖGB-Europabüro

EU-Kommission stellt Fortbildungsagenda vor

Anpassungen an neue Bedürfnisse des Arbeitsmarkts


Die EU-Kommission hat heute ihre „Kompetenzagenda für nachhaltige Weiterbildungs- und Umschulungsziele“ vorgestellt. Hintergrund ist die Erwartung der Kommission, dass die Anpassungen an Klimawandel und Digitalisierung bis 2030 mehr als eine Million Arbeitsplätze schaffen werden. Durch künstliche Intelligenz und Robotik prognostiziert sie, dass weltweit fast 60 Millionen neue Arbeitsplätze in den nächsten fünf Jahren entstehen werden. Andere Berufe werden hingegen obsolet werden. Die Corona-Krise könnte diesen Trend noch beschleunigen. Um die EU-BürgerInnen zukunftsfit zu machen, hat sie größere Anstrengungen angekündigt.

Recht auf Weiterbildung soll verwirklicht werden

Erklärtes Ziel der Kommission ist es sicherzustellen, dass das in der europäischen Säule sozialer Rechte verankerte „Recht auf Weiterbildung und lebenslanges Lernen“ Realität wird. Sozialkommissar Nicolas Schmit bekräftigte: „Die Aus- und Weiterbildung unserer Arbeitskräfte zählt zu unseren zentralen Reaktionen für den Aufschwung, und Menschen die Möglichkeit zu geben, die Kompetenzen zu erwerben, die sie benötigen, ist bei der Vorbereitung auf den ökologischen und den digitalen Wandel von entscheidender Bedeutung. So kann jeder von den neuen Chancen in einem schnelllebigen Arbeitsmarkt profitieren.“
„Nach der Krise werden viele Europäerinnen und Europäer neue Kompetenzen erwerben oder bereits bestehende verbessern müssen, um sich an einen veränderten Arbeitsmarkt anzupassen. Mit der Kompetenzagenda sollen die Kompetenzen in der EU besser an den Bedarf angepasst werden, um die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten und Resilienz aufzubauen.“
 
540 Millionen für Erwachsenenbildung
 
Im Rahmen dieser neuen Kompetenzstrategie hat die Europäische Kommission versucht, möglichst messbaren Fortschritt zu gewährleisten. Grundlage sind bestehende Indikatoren, anhand derer der Fortschritt jährlich im Rahmen des Europäischen Semesters überwacht werden kann. Derzeit gibt es noch keine quantitativen Indikatoren zu Umweltkompetenzen; die EU-Kommission will entsprechend neue Indikatoren ausarbeiten.
Bis 2025 sollen 540 Millionen für Erwachsenen-Bildungsmaßnahmen angeboten werden, darunter 60 Millionen für Geringqualifizierte und 40 Millionen für Arbeitslose. Die Anzahl von Erwachsenen mit grundlegenden digitalen Kompetenzen soll um 25% auf 230 Millionen steigen.
 
Die Ziele im Überblick:
Indikatoren Ziele für 2025                                                 Aktueller Stand       Steigerung

Teilnahme von Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren an Bildungsmaßnahmen innerhalb der letzten 12 Monate

50% 38%
(2016)
+32%

Teilnahme von gering qualifizierten Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren an Bildungsmaßnahmen in den letzten 12 Monaten

30% 18% (2016) +67%

Anteil arbeitsloser Erwachsener zwischen 25 und 64 Jahren, die eine Lernerfahrung jüngeren Datums gemacht haben

20% 11% (2019) +82%

Anteil der Erwachsenen zwischen 16 und 74 Jahren mit zumindest grundlegenden digitalen Kompetenzen

70% 56% (2019) +25%
 
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