Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in den Nutzungsbedingungen. Nutzungsbedingungen
ÖGB-Europabüro

Herbstprognose 2018: Steigende Unsicherheiten gefährden Wirtschaftswachstum in Europa

Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit in Österreich verstärken


Die EU Kommission stellte diese Woche ihre Herbstprognose zur wirtschaftlichen Lage in den EU-Mitgliedstaaten vor. Der Titel dieses Jahr lautet: „Herbstprognose 2018: Anhaltendes, aber weniger dynamisches Wachstum bei hoher Unsicherheit“ und lässt erahnen, dass die Faktoren des wirtschaftlichen Aufschwungs in Europa zwar weiterhin vorhanden sind, aber sich die Risikofaktoren erhöht haben. Die Kommission geht davon aus, dass die starke Wirtschafts- und Investitionsleistung in der EU zwar anhält und die Investitionstätigkeit der Mitgliedstaaten weiter wachsen werde, allerdings langsamer.

Valdis Dombrovskis, Vizepräsident und zuständiger Kommissar für den Euro und den sozialen Dialog erläuterte während der Pressekonferenz: „Alle Volkswirtschaften in der EU werden in diesem und im nächsten Jahr aller Voraussicht nach Wachstum verzeichnen, und das schafft weitere Arbeitsplätze. Allerdings nehmen sowohl die externen als auch die internen Unsicherheiten und Risiken zu und schlagen sich allmählich auf das Wirtschaftswachstum nieder. Wir müssen wachsam bleiben und mehr dafür tun, dass unsere Volkswirtschaften noch widerstandsfähiger werden.“

Positive Wachstumsdynamik in Österreich hält weiter an

Österreichs Wirtschaftswachstum wird nach der EU-Herbstprognose im laufenden Jahr mit 2,7% geringfügig schwächer ausfallen als noch in der Frühjahrsprognose vom Mai mit 2,8% vorausgesagt wurde. Auch für 2019 gibt es eine Verschlechterung - von 2,2% auf 2,0%. Für 2020 muss Österreich sogar mit einem Rückgang auf 1,8% rechnen. Österreich folgt somit dem Trend der Herbstprognose der EU-Mitgliedsländer, die eine deutliche Abschwächung im Wirtschaftswachstum gegenüber der Frühjahrsvorhersage der Europäischen Kommission vorsieht: Ging man im Frühjahr noch von einem Wachstum des BIP in der gesamten EU von 2,3% aus, wurde das jetzt auf nur mehr 2,1% korrigiert.

Grund hierfür ist die mit vielen externen aber auch internen Unsicherheiten behaftete Prognose (u.a. Ausweitung des Leistungsbilanzdefizits der USA oder Zweifel an der Qualität und Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen in hochverschuldeten Mitgliedstaaten) und die zahlreich miteinander verbundenen Abwärtsrisiken, so die EU-Kommission. Tritt eines dieser Risiken ein, könnten sich die anderen Risiken ausweiten und größere Kreise ziehen.

Arbeitslosigkeit in Österreich sinkt weiter

Die starke Dynamik im ersten Halbjahr 2018 deutet in Österreich auf ein robustes Beschäftigungswachstum und einen erheblichen Rückgang der Arbeitslosigkeit hin. Diese positive Dynamik wird sich voraussichtlich fortsetzen, aber 2019 und 2020 zusammen mit der Konjunkturabkühlung etwas abnehmen. Insgesamt dürfte die Arbeitslosenquote 2018 in Österreich auf 4,8% und 2020 auf 4,4% sinken. Auch im Euroraum wird die Arbeitslosenquote in diesem Jahr auf 8,4 % und in den Jahren 2019 und 2020 auf 7,9 % bzw. 7,5 % sinken. Für die EU-27 wird in diesem Jahr mit einer Arbeitslosenquote von 7,4 % gerechnet.  
                                                                                              
Problem Langzeitarbeitslosigkeit

Der immer noch sehr hohe Anteil an Langzeitarbeitslosen in Österreich unterstreicht noch einmal die Dringlichkeit zu handeln. Die von der Regierung abgeschaffte Aktion 20.000, mithilfe der insgesamt 20.000 staatlich geförderte und kollektivvertraglich bezahlte Arbeitsplätze für langzeitarbeitslose Menschen über 50 Jahren geschaffen werden sollten, muss dringendst wiederbelebt werden. Denn die Zahlen sind eindeutig:  Ein Drittel der Arbeitslosen in Österreich sind langzeitbeschäftigungslos und rund ein Drittel sind älter als 50 Jahre

Newsletterauswahl

ÖGB-EU Newsletter

Geschlecht
Geschlecht:
Name
ArbeitnehmerInnenrechte
EGB
EGB als wichtiger europäischer Partner
EWSA
Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss

Artikel weiterempfehlen



© COPYRIGHT 2017 ÖGB, IMPRESSUM UND DATENSCHUTZ