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ÖGB-Europabüro

EGB begrüßt "Just Transition"-Plattform der EU-Kommission für Kohlegebiete

ArbeitnehmerInnen dürfen bei der Energiewende nicht vergessen werden

 

Auf EU-Ebene ist man sich einig: Eine saubere Energiewende ist unumgänglich und nicht verhandelbar. Jedoch darf man im Rahmen der Umstellung in Richtung einer klimafreundlichen Gesellschaft nicht auf Regionen vergessen, welche wirtschaftlich vom Abbau fossiler Energieträger- wie beispielsweise von Kohle- abhängig sind. Innerhalb der Europäischen Union gibt es derzeit 41 Regionen in 12 Mitgliedstaaten in denen derzeit aktiv Kohle abgebaut wird. Der Kohleabbau schafft Arbeitsplätze für insgesamt 185,000 Bürgerinnen und Bürger. Es stellt eine große Herausforderung dar, diese Regionen im Transformationsprozess zu begleiten und ihnen mit Expertise, finanzieller Unterstützung und sozialem Rückhalt zur Seite zu stehen, damit die saubere Energiewende für alle Beteiligten erfolgreich gelingt und Menschen nicht Gefahr laufen im Rahmen der Energiewende ihren Arbeitsplatz zu verlieren.

Eine Plattform für den gegenseitigen Austausch

Die EU Kommission hat daher eine neue Plattform initiiert, welche den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren auf lokaler, regionaler, nationaler und EU-Ebene fördern soll. Die Ziele sind der gegenseitige Austausch von Erfahrungen, „Best Practice“-Beispielen und die gemeinsame Koordinierung von Strategien und Projekten. Derzeit steht die Plattform ausschließlich Regionen mit Kohleabbau zur Verfügung, in weiterer Zukunft ist geplant, dieses Modell auch auf andere kohlenstoffintensive Regionen auszuweiten.

Ein klares Zeichen für „Just Transition“ und soziale Verantwortung

Der Launch der Plattform fand diese Woche am 12. Dezember 2017 in Straßburg im Rahmen des „One Planet Summit“ statt, welcher vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron einberufen worden ist. Hochrangige EU Vertreter, wie Maroš Šefčovič, EU-Kommission Vizepräsident, zuständig für die EU-Energieunion und Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie sowie EU-Kommissarin Corina Creţu, verantwortlich für regionale Entwicklung, waren anwesend und betonten gemeinsam die Wichtigkeit dieser Initiative. „Die Herausforderungen, welche Kohleabbaugebiete in Europa im Zuge der Energiewende zu meistern haben, müssen gemeinsam mit allen Partnern gelöst werden. Die Energieunion ist der geeignete Rahmen dafür,“ betonte Maroš Šefčovič.

Der EGB begrüßt das klare Statement für „Just Transition“

Der EGB begrüßt die EU Initiative als positives und wichtiges Zeichen, dass die „Just Transition“ Prinzipien gestärkt werden und somit die soziale Komponente im Rahmen der Klima- und Energiedebatte ein stärkeres Gewicht bekommt. Von Seiten der Gewerkschaft war Montserrat Mir, Politische Sekretärin des EGB vor Ort und unterstrich die Notwendigkeit eines fairen Übergangs.

“Die Dekarbonisierung ist wichtig und vorrangig, sie wird jedoch auch einige Arbeitsplätze in bestimmten Regionen kosten. Gebiete in denen Kohle abgebaut wird sind ein gutes Beispiel dafür.  Daher ist es notwendig gemeinsam mit den Sozialpartnern Schritte in die Wege zu leiten um den Wandel zu planen und zu bewältigen, damit kein Arbeiter vergessen wird. Unterstützungsmaßnahmen sind notwendig, damit garantiert ist, dass betroffene Regionen schmutzige Jobs und Industrien mit sauberen ersetzen”    (Montserrat Mir, Politische Sekretärin, EGB) 

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