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ÖGB-Europabüro

EU-Parlament bekennt sich zu ambitionierten Zielen bei Energieeffizienz und erneuerbarer Energie

Verpflichtende Zielvorgaben und Nachhaltigkeitskriterien

 

Im Rahmen des Pakets „Saubere Energie für alle Europäer“ hat in dieser Woche das EU-Parlament bezüglich der Novellierung der Erneuerbaren-Energierichtlinie, der Energieeffizienzrichtlinie sowie der Governanceverordnung abgestimmt. Mit der Abstimmung konnte das Parlament den Kommissionsvorschlag im Bereich der Energieeffizienz noch verbessern. „Das vom EU-Parlament festgesetzte höhere Energieeffizienzziel wird die Stromrechnung für Europas KonsumentInnen langfristig senken“ betonte Eugen Freund, energiepolitischer Sprecher der SPÖ-EU-Abgeordneten, nach der Abstimmung in Straßburg. "Wie groß der Handlungsbedarf für saubere Energie aus Europa ist, liegt auf der Hand: Pro Tag zahlt Europa eine Milliarde für Gasimporte, denn Europa muss über die Hälfte seines Energiebedarfs importieren. Drei von vier Gebäuden in der EU sind energie-ineffizient und verschlingen Unsummen an Heizkosten. Gleichzeitig hat jeder Vierte zu wenig Geld, um ausreichend zu heizen. Es ist klar, dass wir dringend verpflichtende Ziele für eine ambitionierte EU-Energiepolitik brauchen", so Freund.

Im Folgenden die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Steigerung der Energieeffizienz um 35% bis 2030
Bei der Energieeffizienz einigte sich das EU-Parlament auf ein verbindliches 35 Prozent-Ziel bis 2030 sowie nationale Richtziele. Dieses Ziel sollte auf der Grundlage des prognostizierten Energieverbrauchs im Jahr 2030 nach dem PRIMES-Modell (Simulation des Energieverbrauchs und des Energieversorgungssystems in der EU) festgelegt werden.

Einigung auf 35%igen Anteil erneuerbarer Energien bis 2030  

Die Abgeordneten des EU-Parlaments einigten sich auf einen 35%igen Anteils erneuerbarer Energien des Energieverbrauchs innerhalb der EU. Des Weiteren sollen nationale Zielvorgaben festgelegt werden, von denen die Mitgliedstaaten um höchstens 10% – unter bestimmten Bedingungen – abweichen dürfen.

Verkehr: 12% Erneuerbare Energien im Verkehrssektor, jedoch Palmölverbot ab 2021

Ab 2030 müssen die Mitgliedstaaten dafür sorgen, dass 12% der im Verkehr verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen stammt. Das Verbot von Palmölverbot wurde erfolgreich durchgesetzt.

Ladestationen: 90% der Tankstellen müssen mit Schnellstation für Elektrofahrzeuge ausgestattet sein

Bis 2022 sollen 90% der Tankstellen entlang der Straßen der transeuropäischen Netze mit Schnellstationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet sein.

VerbraucherInnen sind berechtigt Strom selbst zu erzeugen 
 
VerbraucherInnen sollen berechtigt sein, ihren selbst erzeugte und auf ihrem Grund und Boden verbleibende Elektrizität zu verbrauchen und Stromspeicheranlagen zu installieren, ohne Abgaben, Gebühren oder Steuern unterworfen zu sein.

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