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ÖGB-Europabüro

Tag der Europäischen Industrie

Fortbildung kann nicht die einzige Antwort auf die Digitalisierung sein

 

Auf der Konferenz „EU Industry Day“ diskutiert die EU-Kommission jährlich ihre Industriestrategie mit verschiedenen Stakeholdern. Im Zentrum der diesjährigen Debatten stand die Digitale Revolution. Über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Welt der Arbeit diskutierte Luc Triangle, Generalsekretär des Dachverbandes der europäischen Industriegewerkschaften, IndustriAll Europe, mit der polnischen Ministerin für Technologie und Entrepreneurship, Jadwiga Emilewicz und IndustrievertreterInnen.


 Digitalisierung: Nicht jeder kann zum IT-Spezialisten werden

In ihrem Eröffnungsstatement wies Jadwiga Emilewicz  darauf hin, dass Untersuchungen zu folge, ein Drittel der heute im Alltag gefragten Skills in den nächsten 20 Jahren nicht mehr gebraucht werden würden. Dieser Herausforderung sähe sie jedoch entspannt entgegen: Die Beschäftigungssituation in Polen und Europa sei stabil, und es gäbe noch genug Zeit für Fortbildungsmaßnahmen. Luc Triangle wies darauf hin, dass die Automatisierung und Digitalisierung sämtliche ArbeitnehmerInnen betreffen werde. Es brauche Lösungen, die über reine Fortbildungsmaßnahmen hinausgingen. Es sei nicht realistisch, dass in Zukunft jeder gut ausgebildete Spezialistenjobs übernehmen werde. In der Vergangenheit gingen effizientere Produktionsmethoden oft mit gesteigerter Konsumnachfrage einher. Mit der Digitalisierung werde die Konsumnachfrage aber nicht Schritt halten können. Das Thema der Arbeitszeitverkürzung müsse daher zumindest diskutiert werden.
 Ein anderes Problem sei die zunehmende Macht- und Datenkonzentration bei einigen, wenigen internationalen Konzernen. Hier müsse die EU-Kommission einschreiten, auch im Sinne des fairen Wettbewerbs.


IndustriAll: Digitalisierung soll dem Wohl der AN dienen

IndustriAll hat sich bereits früh mit dem Thema „Arbeit 4.0“ auseinander gesetzt. Im Strategiepapier „Digitalisierung für Gleichheit, Beteiligung und Zusammenarbeit in der Industrie“ werden Maßnahmen für mehr und bessere Industriearbeitsplätze im digitalen Zeitalter vorgelegt. Strategisches Ziel müsse sein, dass „digitale Technologien im langfristigen Interesse der Arbeitnehmer und der Gesellschaft als Ganzes zur Entwicklung kooperativer, integrativer, demokratischer und egalitärer Arbeitsumfelder und Gesellschaften eingesetzt werden sollten.“ In einem gemeinsamen Positionspapier mit dem europäischen Industriearbeitgeberverband CEMEET konnten die Ziele noch weiter herausgearbeitet werden. Im Rahmen des Sozialen Dialogs sollen die konkreten Anforderungen an Unternehmen und Beschäftigte herausgearbeitet werden und die EU-Institutionen so bei einer effizienten Gesetzgebung unterstützt werden.

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