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ÖGB-Europabüro

Forderungen der Gewerkschaften an die Gleichstellungsstrategie der EU-Kommission

60 Jahre später ist Lohngleichheit immer noch ein Mythos


Der EGB hat am Faschingsdienstag vor dem Hauptgebäude der Europäischen Kommission einen etwas anderen Protest veranstaltet, als eine Gruppe von StraßenkünstlerInnen den Kampf für gleiche Bezahlung veranschaulichte. Eine Seiltänzerin überquerte ein 2 Meter langes Seil, um den schwierigen Weg zwischen dem geschlechtsspezifischen Lohngefälle und der Lohngleichheit zu symbolisieren. Die Veranstaltung war Teil der Bemühungen des EGB für eine Richtlinie zur Entgelttransparenz, die in das Gleichstellungspaket aufgenommen werden soll, das die Kommission nächsten Monat vorlegen wird.

Die Forderungen des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) sind:

  • Verbot von Lohn- und Gehaltsgeheimnisklauseln in Arbeitsverträgen
  • Veröffentlichung einer Gehaltsspanne in Stellenausschreibungen
  • Unterstützung der Gewerkschaften bei Verhandlungen zur Bekämpfung des Lohngefälles
  • Transparenz für das gesamte Entgelt, inklusive aller Prämien

Gleichstellung in den Mitgliedsländern umsetzen

Die ÖGB-Vizepräsidentin, Korinna Schumann und die SPÖ-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Frauenausschusses, Evelyn Regner machten deutlich, dass obwohl das Verbot der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts – gerade auch bei der Bezahlung – im EU-Recht festgeschrieben ist, wir in der Realität davon leider immer noch weit entfernt sind. „Die EU-Kommission muss ein Gesetz vorschlagen, damit sich das ändert. Island könnte hier zum Vorbild für die EU werden. Wer dort gleiche Arbeit nicht gleich bezahlt, muss mit saftigen Geldstrafen rechnen. Sanktionen und Zwang zur Lohntransparenz sind der einzige Weg, um die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen schneller zu schließen. Ein solcher Vorstoß muss das Herzstück der neuen EU-Gleichbehandlungsstrategie sein, die Anfang März von der EU-Kommission präsentiert wird“, so Regner.

Lohngleichheit versus Lohnungleichheit

Die stellvertretende Generalsekretärin des EGB, Esther Lynch, erklärte: "Die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern steht in Europa auf einem Drahtseil und wir brauchen bessere Gesetze, um sicherzustellen, dass wir die Lohngleichheit, mehr als 60 Jahre nachdem der Grundsatz in den europäischen Verträgen verankert wurde, endlich erreichen.“
 

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