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ÖGB-Europabüro

Europäische Kommission stellt Weißbuch zur künstlichen Intelligenz (KI) vor

Vertrauenswürdigkeit als Voraussetzung für Akzeptanz


Europa fit für die digitale Zukunft zu machen, ist neben dem „Grünen Deal“ das zweite große Steckenpferd von Kommissionspräsidentin von der Leyen. Von einem Binnenmarkt für Daten bis zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz will die EU Behörde versuchen, Europa fit für die digitale Zukunft machen. Aber vor allem eins: Europa darf den Anschluss an die Entwicklungen in den USA und China nicht verlieren. Von der Leyen hat in ihren politischen Leitlinien hervorgehoben, dass Europa beim Übergang hin zu einem gesunden Planeten und auf dem Weg in eine neue digitale Welt die Führung übernehmen muss.

Expertise der Sozialpartner vor allem bei Themen der Automatisierung wichtig

Die Herausforderungen, Risiken aber auch Chancen der KI werden in den drei veröffentlichten Dokumenten und einer Vielzahl an begleitenden Dokumenten festgehalten: Eine Mitteilung zur „Gestaltung der digitalen Zukunft Europas“, ein Weißbuch „Zur Künstlichen Intelligenz – ein europäisches Konzept für Exzellenz und Vertrauen“ und die Mittelung „Eine europäische Datenstrategie“.
Die EU-Kommission erkennt an, dass die Digitalisierung auch zu Veränderungen weit über den Technologiesektor hinausführen wird. Viele Berufe werden sich vollständig verändern. Der digitale Wandel muss auf faire und gerechte Weise vollzogen, und die uneingeschränkte Beteiligung von Frauen an diesem Prozess muss gefördert werden.

In ihrer Mittelung weist die Kommission darauf hin, dass den Sozialpartnern in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle zukommen wird. Gleichzeitig ist die Förderung von Innovation und Technologieverbreitung eine Voraussetzung für eine gute Lebensqualität und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie für die Schließung bestehender Lücken bei der Erwerbsbeteiligung, insbesondere in ländlichen und abgelegenen Gebieten, die von Bevölkerungsalterung und -rückgang betroffen sind. Die Einbeziehung der Sozialpartner soll der EU Behörde nach, auch hier entscheidend zu einem menschenzentrierten KI-Konzept für den Arbeitsplatz beitragen.

Digitale Zukunft Europas hängt stark von aktuellen Budgetverhandlungen ab

Die Exekutiv-Vizepräsidentin für ein Europa für das digitale Zeitalter, Margrethe Vestager, erklärte in der anschließenden Pressekonferenz: „Wir wollen, dass alle Bürger, alle Arbeitnehmer, alle Unternehmer eine faire Chance haben, die Vorteile der Digitalisierung zu nutzen. Egal, ob es darum geht, das Autofahren sicherer oder durch vernetzte Fahrzeuge weniger umweltschädlich zu machen, oder sogar darum, Leben mit KI-gestützten medizinischen Bildgebungsverfahren zu retten, die es Ärzten ermöglichen, Krankheiten früher denn je zu erkennen.“
Beim Thema Budget liegen jedoch auch hier die Vorstellungen der EU-Kommission und des Rates weit auseinander: Die EU-Kommission hatte 9,2 Milliarden Euro vorgeschlagen. Ratspräsident Michel plant dafür nur noch 6,8 Milliarden Euro ein.
 
Nächste Schritte

Das Weißbuch zur künstlichen Intelligenz steht nun bis zum 19. Mai 2020 zur öffentlichen Konsultation. Ebenso bittet die Kommission um Stellungnahmen zu ihrer Datenstrategie. Auf der Grundlage der eingehenden Beiträge wird die Kommission weitere Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung einer vertrauenswürdigen KI und Datenwirtschaft zu unterstützen.
 

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