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Ungleichheit bei Einkommen steigt weiter an

Europäische Konzernchefs verdienen in vier Tagen mehr als Durchschnittsbürger in zwei Jahren

 

Die Einkommensungleichheit in Europa nimmt immer weiter zu. Der Europäische Gewerkschaftsbund und das Weltwirtschaftsforum in Davos warnen in zwei neuen, voneinander unabhängig erstellten Studien vor wachsender Ungleichheit. Die schockierende Erkenntnis des EGB: Europäische Konzernchefs verdienen allein in den vier Tagen der Davos-Konferenz mehr, als die meisten Menschen in zwei Jahren.


Fairere Verteilung durch Gewerkschaftsrechte und KV-Verhandlungen

„Das Ausmaß der Ungleichheit bei den Einkommen ist schockierend“, fasst Esther Lynch, politische Sekretärin des EGB, die Ergebnisse zusammen. In Wahrheit sei der Abstand zu den CEOs sogar noch größer, da die meisten ArbeitnehmerInnen weniger als die – in der Studie zugrunde gelegte – durchschnittliche Wirtschaftsleistung pro Kopf verdienen.

 Sie forderte: „Das Thema des diesjährigen Weltwirtschaftsforums ist ‚Zusammen in die Zukunft‘, und CEOs können damit beginnen, Einkommen fairer zu verteilen. Das bedeutet Gewerkschaftsrechte und Kollektivverhandlungen in ihren Unternehmen zu stärken und den Trend zu Scheinselbständigkeit zu stoppen.“

„Die Konzernchefs müssen sich in Davos für eine bessere Welt einsetzen, wenn sie ihr hohes Einkommen rechtfertigen wollen“, fordert EGB-Generalsekretär Luca Visentini. Die CEOs beim Elitengipfel in der Schweiz müssten endlich faire Gehälter zu bezahlen, um ihre eigenen Top-Gehälter zu rechtfertigen.
 

Wirtschaftsforum warnt: Gefahr für den sozialen Frieden

Der „Weltrisikobericht 2018“ des Wirtschaftsforums in Davos kommt zu dem Schluss, dass die wachsende Ungleichheit zur Gefahr für den sozialen Frieden und die Demokratie geworden sei.
„Wenn sich Konzerne weigern, auch nur einen kleinen Teil ihres Profits für Mindestlöhne auszugeben und Kollektivrechte der Arbeitnehmer aushebeln, dann haben sie den Sozialvertrag gebrochen“, heißt es in der Studie. Deshalb sei es nun „Zeit für einen neuen Sozialvertrag“, fordern die ExpertInnen des eigentlich wirtschaftsliberalen Think Tanks.


EGB fordert Offenlegung der Vorstandsgehälter

Wie man gegensteuern könnte, hat der EGB in einem Forderungskatalog aufgeschrieben. Gefordert wird, dass große Unternehmen künftig das Verhältnis zwischen Vorstandsgehältern und Durchschnittslöhnen offenlegen sollen. In den USA ist dies bereits üblich ist. Denkbar sei auch eine gesetzliche Deckelung.


Verbessertes wirtschaftliches Klima: Auch EU-Kommission fordert Lohnerhöhungen

 Laut dem aktuellen Jahreswachstumsbericht der EU-Kommission beschleunigt sich das Wirtschaftswachstum kräftig. Die Wirtschaft des Eurogebiets wird in diesem Jahr voraussichtlich so schnell wachsen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Treibende Kraft sind der widerstandsfähige private Verbrauch, das weltweit robuste Wachstum und sinkende Arbeitslosenquoten. In allen Mitgliedstaaten wächst die Wirtschaft und verbessert sich die Lage am Arbeitsmarkt, die Löhne und Gehälter aber steigen nur langsam. Die Kommission spricht sich in ihren Empfehlungen deutlich für Lohnerhöhungen aus.

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