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ÖGB-Europabüro

EGB warnt: Mitgliedstaaten müssen sich am Mittwoch einigen sonst kommt SURE-Paket zu spät

Bisher 28% der EU-Arbeitsplätze verloren


Der EGB schlägt in einer heutigen Presseaussendung Alarm: Wird das EU-System zur Rettung von Arbeitsplätzen (SURE) nicht noch diese Woche unterzeichnet, kommt es zu spät um seinen Zweck zu erfüllen. Aktuelle Daten zeigen, dass 28% der ArbeitnehmerInnen in der Corona-Krise entweder vorübergehend oder dauerhaft ihren Arbeitsplatz verloren haben. 
 
Über einen Monat nach dem ersten Vorschlag für das 100-Milliarden-Euro-SURE-System soll das Paket beim Coreper-Treffen der Botschafter der Mitgliedstaaten am Mittwoch endlich seine letzte Hürde nehmen.
 
Vor dem Treffen fordert der EGB die Mitgliedstaaten auf, die Spaltungen zu überwinden und das Programm so schnell wie möglich zu unterzeichnen, damit es wie vom Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel, versprochen am 1. Juni beginnen kann.

Das Programm soll ausschließlich auf der Sicherung von Arbeitsplätzen dienen, während des Aufschwungs fortgesetzt werden und alle Formen von Beschäftigung abdecken. In der Zwischenzeit müssen die Mitgliedstaaten die Zahlung der Lohnentschädigung beschleunigen, nachdem Berichten zufolge viele ArbeitnehmerInnen noch immer auf Leistungen warten.
 
EGB-Generalsekretär Luca Visentini appeliert an Staats- und Regierungschefs

„Wir appellieren an die Staats- und Regierungschefs der EU, Verantwortung zu zeigen und SURE endlich zu bestätigen.
 
Mehr als ein Viertel der europäischen ArbeitnehmerInnen hat angegeben, während der Krise dauerhaft oder vorübergehend arbeitslos geworden zu sein, sodass Arbeitnehmer und Unternehmen nicht länger auf Unterstützung warten können, um sie zu erreichen. 
 
Angesichts weiterer Millionen von Arbeitnehmern, die sich Sorgen machen, in den kommenden Monaten ihren Arbeitsplatz und ihr Zuhause zu verlieren, muss Europa aufhören, über SURE zu sprechen, und es in die Tat umsetzen. 
 
Andernfalls befürchten wir, dass das Programm zu spät kommt, um tatsächlich Arbeitsplätze zu retten, und die Erholung von dieser Krise wird noch schwieriger.“
Der EGB stützt seinen dringenden Appell auf die aktuellen Eurofound-Umfrageergebnisse vom 11.5.:
 
  • 28% der Europäer geben an, seit Beginn der Krise ihren Arbeitsplatz dauerhaft oder vorübergehend verloren zu haben.
 
  • Die Hälfte (49,4%) der EU-BürgerInnen gibt an, dass ihre Arbeitszeit seit Beginn der Krise gesunken ist.
 
  • 15% der europäischen ArbeitnehmerInnen glauben, dass sie wahrscheinlich in den nächsten drei Monate ihren Arbeitsplatz verlieren werden. In Bulgarien sind es 34%, in Griechenland 23%, Italien, Portugal und Polen über 20%.
 
  • 6% rechnen damit in den nächsten 6 Monaten ihre Unterkunft zu verlieren.
 

Untersuchungen des EGI haben ergeben, dass 42 Millionen Anträge mehr für Kurzarbeitsprogramme gestellt wurden - deutlich mehr als während der Finanzkrise 2008.
 

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