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ÖGB-Europabüro

EU-Kommission will Maßnahmen zur Geschlechtergleichstellung in der EU verzögern

Gewerkschaften empört über Vorhaben


Der EGB drängt die Europäische Kommission in seiner heutigen Presseaussendung ihre Pläne zu überdenken und ihr Versprechen, verbindliche Maßnahmen zur Förderung gleicher und gerechter Bezahlung einzuführen und nicht aufgrund der Coronavirus-Pandemie aufzugeben.

Die verbindliche Initiative zur Lohntransparenz um das geschlechtsspezifische Lohngefälle von 15% in Europa zu beseitigen, waren eine von fünf Zusagen, die Ursula von der Leyen innerhalb von 100 Tagen nach ihrer Amtsübernahme als Kommissionspräsidentin einzulösen versprach.

Covid-19 als Deckmantel zur Verschiebung wichtiger Dossiers

Doch ein informelles Arbeitsprogramm der EU-Kommission zeigt auf, dass die längst überfälligen Maßnahmen zur Verwirklichung der Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern und einer gerechteren Bezahlung von Frauen vorerst in der Schublade verschwinden könnte, da sie wie im Kommissionsdokument steht, „unweigerlich mehr Verwaltungsaufwand für die Unternehmen bedeutet“ und es deswegen fraglich ist, „ob der Herbst wirklich der richtige Zeitpunkt für diesen Vorschlag sein wird.“

Der richtige Zeitpunkt für Lohngleichheit ist jetzt

Die stellvertretende Generalsekretärin des EGB, Esther Lynch äußerte sich schwer enttäuscht über das Vorhaben der EU-Kommission: "Die Pläne der Kommission, verbindliche Maßnahmen zur Transparenz der Löhne und Gehälter fallen zu lassen, ist ein Verrat an Millionen von Arbeitnehmerinnen, die ihr Leben riskiert haben, als sie während der Krise an den wesentlichen Arbeitsposten arbeiteten. Frauen machen die Mehrheit des Pflege-, Betreuungs-, Reinigungs- und Ladenpersonals aus, dass die Krise an vorderster Front durchgemacht hat und ein Hinauszögern von Maßnahmen für eine faire Bezahlung ist kein Weg, ihnen zu danken.“

ÖGB-Vizepräsidentin wendet sich an EU-Kommissar

Auch ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende, Korinna Schumann wandte sich in einem Schreiben an den österreichischen Kommissar und kritisierte scharf das geplante Vorgehen. Insgesamt haben sich der EGB und mehr als 21 nationale Gewerkschaften aus 14 Mitgliedstaaten und 6 europäische sektorale Gewerkschaftsverbände an die EU-KommissarInnen gewandt, um gegen die Verschiebung dieser wichtigen Initiative zu protestieren.

 

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