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Etappensieg gegen arbeitsbedingte Krebserkrankungen

Kommission legt Vorschlag für besseren Schutz vor krebserzeugenden Chemikalien vor


Arbeitsbedingte Krebserkrankungen töten in der EU jedes Jahr rund 100.000 Menschen. Mit einem Anteil von 53 % ist Krebs die häufigste arbeitsbedingte Todesursache in der EU und stellt daher das größte Gesundheitsrisiko für Arbeitnehmer in der Europäischen Union dar. Auf dieses alarmierende Ausmaß wies zuletzt eine Studie des Europäischen Gewerkschaftsinstituts (ETUI) hin.

Kommission reagiert auf Druck der Gewerkschaften
 
Letzten Freitag konnte ein wichtiger Erfolg für den Gesundheitsschutz der europäischen ArbeitnehmerInnen verbucht werden. Entgegen früherer Ankündigungen hat sich die Europäische Kommission durchgerungen, die Richtlinie über Karzinogene und Mutagene nach 12 Jahren zu aktualisieren. Bis vor kurzem wurde eine Erweiterung der Liste noch mit Verweis auf die „Wettbewerbsfähigkeit“ abgelehnt. Mit dem neuen Vorstoß sollen statt bisher für drei in Zukunft für insgesamt sechzehn krebserregende Stoffe Grenzwerte festgelegt werden. Dies stellt eine entscheidende Verbesserung dar. Die zehn wichtigsten Karzinogene sind für 85 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. Esther Lynch, politische Sekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbundes zeigte sich erfreut und sprach von „einem wichtigen Schritt für die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in ganz Europa, und ein schwer erkämpfter Erfolg für die Gewerkschaftsbewegung.“
 
Verbindliche Grenzwerte für 13 Substanzen – Weitere müssen folgen
 
„Auch wenn die Grenzwerte für einige Substanzen nicht ausreichend sind, und Grenzwerte für andere Substanzen überhaupt fehlen, handelt es sich um einen wesentlichen Fortschritt. Nach zwölf Jahren der Untätigkeit hat die Kommission endlich auf Forderungen nach besserem Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor arbeitsbedingtem Krebs reagiert“, sagt Lynch: „Ich erwarte, dass die Kommission bis zum Jahresende Grenzwerte für mindestens weitere 15 Substanzen festlegt.“ Obergrenzen ändern aber nichts an der Verpflichtung der Arbeitgeber, giftige Substanzen von den Arbeitsplätzen zu entfernen bzw. zu ersetzen. In vielen EU-Ländern gibt es auf nationaler Ebene bereits deutlich strengere Grenzwerte, in Österreich beispielsweise für 50 Substanzen.
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