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ÖGB-Europabüro

Nachhaltiges Wachstum für alle?

Generelle wirtschaftliche Erholung lässt hoffen


Erholt sich Europa noch von der letzten Krise, oder steht die nächste schon bevor? Und was bedeutet dies für ArbeitnehmerInnen in Europa? Von der Europäischen Kommission liegt nun ein Panorama der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen der letzten Jahre auf dem europäischen Arbeitsmarkt vor. Der Bericht zeigt ein durchaus positives Bild der Entwicklungen der letzten Jahre. Zu Beginn 2019 gingen in der EU 240 Millionen Menschen einer Beschäftigung nach, womit die Beschäftigungsquote bei 73,5% und damit einem Höchststand liegt. Auch die Arbeitslosenrate nahm quer durch die Bank ab, sowohl die generelle als auch diejenige für Jugendliche oder Langzeitarbeitslose.

Armut sinkt im Osten, aber steigt im Süden Europas

Die Auswirkungen des Aufschwungs sind aber regional sehr unterschiedlich. Die ärmsten Haushalte profitieren vor allem in Osteuropa davon, während die Einkommen der ärmsten südeuropäischen Haushalte unter dem Niveau vor der Krise 2008 liegen. Zusätzlich kam es zu einem Anstieg der Armutsgefährdung von Erwerbstätigen in vielen Ländern, unter anderem in Deutschland. Armut führt auch bei der Nutzung öffentlicher Dienstleistungen zu Benachteiligungen. Der Zugang zu Kinderbetreuung von unter 5-Jährigen hängt stark vom Einkommen der Eltern ab.

Herausforderungen für die Mittelschicht vor allem in den „alten“ EU Staaten

Während die Trends auf ersten Blick also durchaus positiv scheinen, gibt es gleichzeitig viele besorgniserregende Entwicklungen zu beobachten. So berichten über die Hälfte (53%) der Mittelschicht von ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten, in Italien erreicht dieser Wert gar 70%. Außerdem verdeckt der weite Fokus des gesamteuropäischen Überblicks komplett konträre Entwicklungen in verschiedenen Staaten. Während die Mittelschicht im Osten Europas zunimmt, findet in den „alten“ Staaten der EU ein langsamer, aber stetiger Schwund derselben statt.

Gewerkschaften fordern mehr öffentliche Investitionen

Auch der EGB warnt vor allzu großer Zuversicht in Anbetracht des neuen Wirtschaftswachstums. So würden etwa Löhne noch immer dem allgemeinen Produktivitätszuwachs hinterherhinken. Außerdem wären viele der neu geschaffenen Jobs prekär und/oder Teilzeit. Um einen breiteren Aufschwung zu garantieren und eine möglicherweise drohende Rezession in der Zukunft abzufedern, seien Maßnahmen zur Steigerung von öffentlichen Investitionen sowie Löhnen unabdingbar. Dadurch könne die Nachfrage angekurbelt und die Wirtschaft gestärkt werden. Vor allem aber würden so hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden, um zu garantieren, dass der wirtschaftliche Aufschwung bei allen ankommt.
 

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