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ÖGB-Europabüro

Herbstprognose 2019: Kommission senkt Wachstumszahlen für Eurozone erneut ab

Österreich zeigt moderates Wachstum, aber starken privaten Konsum


Die EU-Kommission hat diese Woche die Zahlen in ihrer Herbstprognose für das Wirtschaftswachstum der Eurozone abermals heruntergeschraubt. Der Bericht geht dementsprechend im kommenden Jahr von einer Zunahme der Wirtschaftsleistung in der Währungsunion von nur noch 1,2% aus. Im Sommer hatte die Kommission noch 1,4% prognostiziert. Vor allem die deutsche Wirtschaft leidet als Exportwirtschaft besonders unter den Handelskonflikten, geopolitischen Spannungen und der anhaltenden Schwäche des verarbeitenden Gewerbes. Die europäische Wirtschaft wächst der EU-behörde nach nun schon das siebte Jahr in Folge und dürfte auch 2020 und 2021 weiter Wachstum verzeichnen. Trotz weiterhin „stabiler“ Arbeitsmärkte und sinkender Arbeitslosigkeit in Europa, fördern die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Wachstum jedoch weit weniger als zuvor, und die Unsicherheit ist dementsprechend hoch.

Arbeitsmärkte dürften robust bleiben, Verbesserungen aber langsamer eintreten

Die EU-weite Schaffung von Arbeitsplätzen wurde durch die veränderten Rahmenbedingungen erstaunlich wenig beeinträchtigt. Dies liegt zum Teil daran, dass sich wirtschaftliche Entwicklungen in der Regel erst nach gewisser Zeit auf die Beschäftigung niederschlagen, aber auch daran, dass sich die Beschäftigung in Richtung Dienstleistungssektor verlagert. Die Beschäftigung verzeichnet ein Rekordhoch, und die Arbeitslosigkeit ist in der EU so niedrig wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Auch wenn nicht mehr so viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden, wird die Arbeitslosenquote im Euroraum voraussichtlich weiter von 7,6 % in diesem Jahr auf 7,4 % im Jahr 2020 und 7,3 % im Jahr 2021 sinken. In der EU insgesamt wird die Arbeitslosenquote der Prognose zufolge in diesem Jahr auf 6,3 % zurückgehen und sich 2020 und 2021 bei 6,2 % einpendeln.

Immer noch positiv, aber nachlassende Arbeitsmarktdynamik in Österreich

Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2019 lassen vermuten, dass die starke wirtschaftliche Wachstumsdynamik, die Österreich seit 2016 erlebt, langsam anfängt zu schwinden. In der zweiten Jahreshälfte wird erwartet, dass vor allem die wirtschaftlichen Schwächen in Deutschland und der Weltwirtschaft, das Wirtschaftswachstum in Österreich belasten werden. Diese Entwicklungen werden hauptsächlich die Industrieproduktion, den Export und das Investitionswachstum beeinflussen. Trotz des geringeren Wirtschaftswachstums, ist die Beschäftigungsquote in Österreich gestiegen. Das Wachstum blieb auch im ersten Halbjahr 2019 stabil. Die Arbeitslosenquote ging weiter zurück. Die Inlandsnachfrage dürfte der Hauptwachstumstreiber bei einem starken privaten Konsum, unterstützt durch steuerliche Maßnahmen, bleiben. Der Kommissionsbericht geht davon aus, dass der Rückgang der Zahl der offenen Stellen darauf schließen lässt, dass der Arbeitsmarkt möglicherweise bereits seinen Höhepunkt erreicht hat. Mit der Abkühlung der Wirtschaft wird auch das Beschäftigungswachstum sinken und die Arbeitslosenquote dürfte sich bei ca. 4,6% stabilisieren. Die Löhne in Österreich werden voraussichtlich nur gemäßigt ansteigen.
 

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