Beschäftigung und Soziales
Sicherung und Ausbau eines Europäischen Sozialmodells
Bis 2010 sollte die EU "zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden - einem Wirtschaftsraum, der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erreichen".
Dazu wurde eine Reihe von quantitativen Zielen formuliert, die den Fortschritt bewertbar machen sollten, beispielsweise:
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Erhöhung der Gesamtbeschäftigungsquote auf 70 %, der Frauenbeschäftigungsquote auf 60 % und der Beschäftigungsquote älterer ArbeitnehmerInnen auf 50 %
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Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsmöglichkeiten für 90 % der Kinder ab drei Jahren und 33 % der Kinder unter drei Jahren
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Erhöhung der F&E-Ausgaben auf 3 % des BIP
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Halbierung der Zahl der SchulabbrecherInnen, die keine weiterführende Ausbildung absolvieren
Als bei der Halbzeitbewertung der Strategie im Jahre 2005 offenkundig wurde, dass die gesteckten Ziele nicht mehr zu erreichen sind, einigte man sich auf einen Neubeginn unter Reduktion der Ziele auf zwei zentrale Aufgaben: Herbeiführung eines starken, dauerhaften Wachstums und die Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen.
Allerdings nützte auch diese "Re-Fokusierung" wenig. Bereits heute ist klar: die meisten der vereinbarten Ziele werden verfehlt werden. In diesem Wissen hat der Europäische Rat die Mitgliedstaaten bereits im März 2008 dazu aufgefordert, erste Überlegungen über die Zukunft der Lissabon-Strategie für die Zeit nach 2010 anzustellen. Dieser Aufforderung sind die österreichischen Sozialpartner bereits nachgekommen (siehe Downloads).
Bereits Ende 2009 werden von der schwedischen Präsidentschaft so-genannte erste "Schlussfolgerungen" zur Zukunft der Lissabon-Strategie nach 2010 vorgelegt werden.
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