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Europäischer Dialog der Hans- Böckler -Stiftung 2018

Faire Standards für Mitbestimmung in allen EU-Mitgliedstaaten gefordert

Vergangene Woche war es wieder soweit: Die Hans-Böckler-Stiftung lud zum alljährlichen „Europäischen Dialog“. In zahlreichen Workshops und Vorträgen wurde das Thema der stärkeren Mitbestimmung von ArbeitnehmerInnen in Europa diskutiert. ExpertInnen aus den Europäischen Institutionen, der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft und den Gewerkschaften tauschten sich in zahlreichen Workshops und Vorträgen über die Mitbestimmung und über den Kampf für ein soziales Europa aus. Die Eröffnungsrede hielt dieses Jahr die Europaabgeordnete und SPÖ-Delegationsleiterin im Europäischen Parlament Evelyn Regner.   

Die EU neu gestalten

Die Europäische Kommission hat nach langer Zeit  erste wichtige Schritte in Richtung einer sozialen Europäischen Union gesetzt. Mit dem Paket für Soziale Gerechtigkeit, der Überarbeitung der Entsende-Richtlinie und vielen anderen Einzelinitiativen im Sozial- Beschäftigungsbereich wird versucht, den Schutz der ArbeitnehmerInnen in Europa sicherzustellen. Das Prinzip: „Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit am Gleichen Ort wird endlich Realität werden“, so Evelyn Regner.

Solidarische Mitbestimmungs- und Investitionspolitik

Im Mai 2019 finden die nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Um der Stimme der ArbeitnehmerInnen Gehör zu verschaffen, brauchen wir Europäische Gesetze. Diese Gesetze müssen die Mitbestimmung stärken, um ein soziales Europa für alle schaffen zu können. Wir brauchen eine gemeinsame Wirtschaftspolitik mit einem ehrgeizigen europäischen Investitionspaket, das begleitet wird von der Umsetzung der Goldenen Investitionsregel. Um die durch die Digitalisierung gefährdeten Arbeitsplätze in der Industrie zu schützen, brauchen wir eine gemeinsame europäische Industriepolitik. Denn Solidarität ist keine Einbahnstraße – Solidarität ist aufgeklärter Selbstnutzen.

Mitbestimmung 4.0 als Zukunft für Europa

ArbeitnehmerInnen werden täglich mit der  fortschreitenden digitalen Welt und den damit entstehenden neuen Arbeitsformen konfrontiert. Als Gewerkschaften müssen wir auf diese Veränderungen die richtigen Antworten geben können. Fort- und Weiterbildung sind dabei eine wichtige Zukunftsherausforderung für uns alle. Wir sollten die digitalen Tools dazu verwenden, unseren Beitrag zu einer progressiven Politik zu leisten.  Wir als Gewerkschaften müssen bei der Digitalisierung als Plattform der Menschen dienen, deren Stimme nicht gehört wird.

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Die EU-Aktivitäten des ÖGB-Europabüros werden vom BMASK gefördert.

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