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Internationaler Weltfrauentag 2010

Aktuelle Studienreihe geht nach wie vor bestehenden Unterschieden auf den Grund

Die Europäische Stiftung für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Europa, die so genannte "Dublin-Foundation", weist anlässlich des heutigen Weltfrauentages auf eine Reihe von aktuellen Publikationen hin. Diese widmen sich vor allem den Themen "geschlechtsspezifisches Lohngefälle" sowie "Arbeitsbedingungen für Frauen" in Europa.

Gender Pay Gap: Zahlen und Hintergründe
So gibt die Stiftung zunächst einen aktuellen, umfassenden Überblick über geschlechtsbedingte Lohnunterschiede in Europa. Ebenso werden die entsprechenden Maßnahmen aufgezeigt, die die nationalen Regierungen gemeinsam mit den Sozialpartnern ergreifen bzw. planen, um die nach wie vor unbefriedigende Situation in den Mitgliedstaaten zu verbessern. Die Studie kommt zum Schluss, dass der so genannte "Gender Pay Gap", der EU-weit bei ca. 17,6% liegt, vielfach auf mehr Teilzeitarbeit und Karrierebrüche bei den Frauen als bei den Männern sowie auf sektorale Elemente zurückgeht.

Studien zu Lohnentwicklung 2008, Beschäftigungsmuster und Benachteiligungen bei Karrierestart
Des Weiteren bietet die Stiftung Analysen zur Lohnentwicklung im Jahr 2008 wie auch zu den aktuellen Beschäftigungsmustern in der EU und deren Auswirkungen auf die Geschlechtergleichstellung. Auch zeigt eines der bereit gestellten Arbeitsdokumente auf, dass Frauen bereits zu Karrierebeginn deutlich benachteiligt werden und sich das Lohngefälle nicht erst zu einem späteren Zeitpunkt in der Laufbahn, wie etwa nach einer Babypause, einstellt. Jedoch bestehen betreffend Lohnunterschiede bei Karrierestarterinnen große Varianzen in Bezug auf Sektor und Beschäftigung.

Konsequenzen von Elternschaft auf die Laufbahn
Die Publikationsreihe der Stiftung umfasst auch Studien zu den Arbeitsbedingungen für Frauen in Europa. Hier werden unter anderem die Auswirkungen von Elternschaft auf das berufliche Vorankommen untersucht. Demnach investieren junge Väter weit mehr in ihre Karriere als junge Mütter: Während sich das Durchschnittseinkommen der Väter mit jedem Kind erhöht, reduziert sich - parallel dazu - ihr Beitrag im Haushalt. Bei den Müttern verhält es sich genau anders herum.

Weitere Angebote
Eine Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Arbeit und mentaler Gesundheit, während eine weitere die häufigsten Hindernisse für Frauen auf dem Weg zu Top-Positionen näher beleuchtet. Auch wird in dieser Rubrik auf das vorbildliche Beispiel der niederländischen Telekommunikationsfirma KPN verwiesen, die exklusiv weibliche Mitarbeiterinnen dazu eingeladen hat, sich auf Führungspositionen im Unternehmen zu bewerben.  

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