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Neuer EU-Bericht zur sozialen Lage

Angst vor Armut und gesundheitliche Probleme auf dem Vormarsch

Heute (2. Februar) wurde in Brüssel ein Bericht vorgestellt, der die aktuellsten Zahlen und Fakten zum "sozialen Klima" in der EU liefert. Der so genannte "Sozialbericht" wird seit dem Jahr 2000 jährlich veröffentlicht. Beleuchtet werden in der Studie insbesondere die Themen Einkommensunterschiede, Armutsgefährdung und soziale Ausgrenzung, vor allem in Bezug auf Arbeitsmarkt, Gesundheitssystem, Bildung.

Gravierende Einkommensunterschiede halten sich
Der Bericht zeigt weniger die Entwicklungen der letzten Jahre auf, sondern fokusiert in erster Linie auf einen Vergleich zwischen den 27 EU-Mitgliedstaaten. Dabei werden, vor allem bei den Einkommen, die noch immer eklatanten Unterschiede zwischen den so genannten alten und neuen Ländern deutlich.
Während das mittlere Einkommen beispielsweise in Österreich im Jahr 2007 rund 18.100 Euro und in Luxemburg gar 29.800 Euro betrug, lag es in Bulgarien bei ca. 1.500 Euro. Betreffend des Einkommensunterschieds zwischen den Geschlechtern ist Österreich bekanntlich Spitzenreiter und belegte 2007 nach Estland Platz 2 (ca. 26%), gefolgt von Tschechien und den Niederlanden.

Viele Beschäftigte haben gesundheitliche Probleme
Im Durchschnitt litt 2007 nahezu jede/r fünfte Beschäftigte an ernsthaften gesundheitlichen Problemen. Betroffen sind hier insbesondere Finnland, Estland, Deutschland und Schweden mit einem Prozentsatz von 26 (dh mehr als jede/r Vierte hat mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen!). Österreich liegt hier mit 14% im besten Drittel.

Angst vor Zukunft wächst
Der Bericht beinhaltet auch eine Umfrage zu Armut und sozialer Ausgrenzung. In dieser zeigt sich, dass die Angst vor Armut in den Mitgliedstaaten, die seit 2004 beigetreten sind, besonders hoch ist, jedoch auch in den alten Ländern seit 2002 stark zugenommen hat. Dabei wurde soziale Ungerechtigkeit als häufigste Ursache angegeben, wobei diese vor allem als Resultat von Langzeitarbeitslosigkeit, zu niedrigen Löhnen und zu geringen Sozialleistungen gesehen wird. Fast die Hälfte aller Befragten ist überzeugt, einer düsteren Zukunft entgegenzusehen. In dieser Frage zeigten sich wiederum die Menschen aus den neuen Mitgliedstaaten optimistischer als die aus den alten.

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